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Zwischen 1902 und 1906 studierte Alice Salomon an der Berliner Universität Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie. 1904 nahm sie am Kongress des ICW in Berlin teil. In ihrer Dissertation befasste sie sich mit den „Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit". Sie promovierte 1906 in Berlin als eine der ersten Frauen zum „Doktor der Philosophie".

 1908 hob Alice Salomon in Berlin-Schöneberg zusammen mit anderen die „Soziale Frauenschule", die sie bis 1924 leitete, aus der Taufe. Dort unterrichteten Lehrerinnen wie Gertrud Bäumer (1873–1954), Frieda Duensing (1864–1921) und Margarete Treuge (1876–1962) und bildeten junge Mädchen und Frauen für die soziale Arbeit aus.

 Beim Kongress des ICW in Toronto (Kanada) wurde Alice Salomon 1909 zur Schriftführerin gewählt. Im Alter von 42 Jahren trat sie 1914 in die evangelische Kirche ein. Von 1917 bis 1933 leitete sie als Vorsitzende die von ihr initiierte „Konferenz sozialer Frauenschulen" in Deutschland.

 1925 gründete Alice Salomon in Berlin die „Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit", wurde deren erste Vorsitzende und Herausgeberin einer Schriften- und Forschungsreihe. Die Akademie widmete sich der Fortbildung von Führungskräften der Sozialarbeit und besaß eine eigene Forschungsabteilung. Ab 1929 bekleidete Alice das Amt der Vorsitzenden des neugegründeten „Internationalen Komitees Sozialer Schulen".

 Anlässlich ihres 60. Geburtstages 1932 erfuhr Alice Salomon hohe Ehrungen. So verlieh ihr die Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin den Ehrendoktortitel „Dr. med. h. c.". Das Preußische Staatsministerium bedachte sie mit der „Silbernen Staatsmedaille". Die „Soziale Frauenschule" erhielt zur Erinnerung an sie den Namen „Alice-Salomon-Schule". Im selben Jahr wählte man sie auch zur stellvertretenden Vorsitzenden des „Internationalen Frauenbundes".