Erzieher auf dem Weg

Auf dem Weg zum Erzieher wird das Ausprobieren groß geschrieben. Erst in der gelebten Projektpraxis wurde uns eines bewusst: Dass hinter alldem, was den Erziehern im Berufsalltag begegnet, eine ganze Menge Arbeit und Vorbereitung steckt.

Die drei Begriffe Erziehen, Bilden und Betreuen beschreiben die Tätigkeit eines Erziehers und beinhalten weit mehr als das besagte Klischee „Kaffee trinken“ und „Kinder belustigen“.

Als angehende Erzieher stellten wir uns der Herausforderung ,uns vertraute Feste, wie St. Martin, Halloween, Nikolaus und Advent  so umzusetzen, dass sie Kinder im Alter von 3-6 Jahren begeistern können.

Unsere Selbstreflexion war gefragt. Um Kinder zu Bildungsprozessen anzuregen, mussten wir uns unserer eigenen Voraussetzungen, Einstellungen und kreativen Fähigkeiten bewusst werden.

Bereits in der Vorbereitungsphase war es ebenfalls unabdingbar, unseren Blickwinkel zu verlagern­ - uns der Wahrnehmung eines Kindes, dem die Bräuche, Ursprünge und Werte der Feste noch fremd, sind bewusst zu werden.
Nun waren wir dazu angehalten, uns bekannte Feste noch einmal mit „Kinderaugen“ zu betrachten.

So konnte es uns letztlich gelingen eine Atmosphäre zu schaffen, die der kindlichen Freude Raum gab, wie sie noch in unserer eigenen Kindheitserinnerung lebt: die Freude an dem Neuen und Unbekannten, die Freude an der Gemeinschaft, Freude am gemeinsamen Singen, Freude über gemeinsames Gestalten, ja, sogar die Freude an gemeinschaftlichem Wettkampf.

Auch den Spaß an der Umsetzung und die Vielfalt unserer kreativen Angebote könnt ihr auf den nächsten Bildern verfolgen:

halloween spooky

Mit Hilfe eines Kamishibai (=japan. Erzähltheater) und Spooky, dem kleinen Schlossgespenst, brachte uns die Kreativgruppe die Halloween-Bräuche näher. Die Geschichte von Spooky wurde von der Gruppe selbst geschrieben und liebevoll gemalt.

karnevalmasken

Beim Gestalten von Masken  wurde von der Karnevalsgruppe die Tradition bewusst gemacht, an Karneval jemand anderes sein zu dürfen. Der Fantasie war keine Grenze gesetzt .

In einem Rollenspiel konnte die Legende vom heiligen Sankt Martin am eigenen Leib miterlebt werden.

Die Nikolaus-Gruppe schlüpfte mutig in die Rolle von Helfer- Engel und Nikolaus. Neben der gelesenen Geschichte und den Geschenken begeisterte vor allem die Verkleidung alle Zuschauer und Zuhörer.

Adventsfeier2


Den Advent feierten wir gemeinsam mit Gesang und Gestaltung. Der Zusammenhalt und die Vorliebe des Einzelnen standen beim Gestalten von Weihnachtskarten im Vordergrund.

Neben einer Menge Spaß und erstaunlich vielen Anregungen haben wir als angehende Erzieher durch das Begehen der Festlichkeiten auch eine ganze Menge gelernt:

Wir haben erfahren, dass es wichtig ist, christliche und religiöse Erziehungsvorstellungen mit den Eltern und Erziehern abzugleichen. Darüber hinaus haben wir auch erfahren, dass „Zeit“ eine entscheidende Rolle im Alltag eines Erziehers spielt:
Eine Vorlesegeschichte kann zu lang sein, wenn die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder gering ist. Es kann sinnvoll sein, mehr Zeit für kreative Angebote einzuplanen, damit der Kreativitätsprozess des Einzelnen nicht mittendrin unterbrochen wird.

Gerade der Termindruck hat uns gelehrt , die Arbeit im Team zu schätzen. Wir wissen nun, wie gut es ist, die Aufgaben untereinander aufteilen zu können und so gemeinsam ein gestecktes Ziel zu erreichen!


Ein herzliches Danke an alle, die hier ihre persönlichen Interessen, Vorräte und Speisen mit uns geteilt haben . Lasst uns weiter miteinander wachsen und nicht vergessen: Wir sind die Schüler von heute - doch die Erzieher von Morgen.

Jessica Czogalla / FS SOZ VZ 17b