
An dem Mittwoch der Festwoche erlebte das Publikum im ausverkauften Schloss Theater Neuwied einen Theaterabend, der nicht nur unterhielt, sondern zutiefst bewegte. Das Stück „Alice“, geschrieben und inszeniert von unserem geschätzten Kollegen Dr. Thomas Schweikert, entführte die Zuschauer in eine Welt voller emotionaler Intensität. In der Hauptrolle als Alice überzeugte unsere Referendarin Jennifer Blath mit einer herausragenden Darbietung. Die Geschichte, die mitten ins Herz traf, erzählt von Alice, die nach 25 Jahren einen Brief ihrer pflegebedürftigen Mutter erhält. Ein Appell an ihre Menschlichkeit, eine Bitte um Hilfe. Doch was bedeutet Menschlichkeit in der heutigen Zeit? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück und wird in bewegenden Begegnungen und Geschichten ergründet. Besonders berührend waren die Auftritte unserer Schülerinnen und Schüler, die ihre eigenen Geschichten auf der Bühne teilten.

Mit großer Authentizität und eindrucksvoller Präsenz vermittelten sie, wie sich Menschlichkeit im Alltag anfühlt und was sie wirklich ausmacht. Diese realen Erfahrungen gaben dem Abend eine zusätzliche Tiefe und machten ihn zu einem einmaligen Erlebnis. Die Form des Stücks trug maßgeblich zu seiner Wirkung bei. Musik und Schauspiel wechselten sich ab, verstärkten sich gegenseitig und schufen immer wieder Gänsehautmomente. Die Musikerinnen und Musiker der „Besten Band“ aus unserem Kollegium begeisterten das Publikum mit ihrem leidenschaftlichen Spiel und unterstrichen die emotionale Kraft des Abends. „Alice“ war mehr als nur ein Theaterstück – es war ein Abend, der nachhallt, der berührt und der zum Nachdenken über die Bedeutung von Menschlichkeit anregt. Wir danken Dr. Thomas Schweikert für seine außergewöhnliche Regiearbeit und das tiefgründige Stück. Ein besonderer Dank gilt auch Jennifer Blath und allen Mitwirkenden, die mit ihrem Talent und Engagement einen unvergesslichen Abend geschaffen haben.